Häufige Fragen und Antworten

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FAQ – Gesund Essen und Trinken

Warum kann ich wenig verarbeitete Nahrungsmittel wie Fruchtsaft, Salate oder Pflanzenöl nicht auf der Ampelcheckseite finden?

Das Ziel der Nährwertampel ist, Ihnen eine schnelle Orientierung über den Gehalt an Zucker, Salz, Fett und den gesättigten Fettsäuren bei komplex zusammengesetzten Produkten zu geben. Denn bei Nahrungsmitteln wie Pizza, Baguettes, Fertigsuppen, Kinderlebensmitteln oder Frühstücksflocken bestehen die größten Schwierigkeiten, den Nährstoffgehalt richtig einzuschätzen. Ausgewählt werden diese 4 Stoffe, weil allen gemein ist, dass sie bei zu hoher Aufnahme negative gesundheitliche Folgen haben können.
Zwar können auch Grundnahrungsmittel viel Zucker oder Fett enthalten, doch wissen Verbraucher in der Regel, dass Bananen viel Fruchtzucker enthalten oder Pflanzenöle und Butter überwiegend aus Fett bestehen. Außerdem enthalten diese natürlichen Lebensmittel darüber hinaus viele Stoffe, die unser Körper braucht, z. B. Vitamine, Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe, sodass sie in angemessener Menge einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Körpers leisten.
Weitere Informationen zum Thema gesunde Ernährung finden Sie auf dieser Seite unter der Rubrik: Ernährungstipps.

Bedeutet eine grüne Ampel, dass das Lebensmittel grundsätzlich gesund ist?

Nein, die Ampel bewertet nur den Gehalt an bestimmten Nährstoffen. Sie stellt z.B. eine Einkaufshilfe für Personen dar, die auf ihr Gewicht achten wollen oder müssen. Menschen sind individuell und haben einen unterschiedlichen Kalorienbedarf: Je nach Geschlecht, Alter oder körperlicher Aktivität. Für untergewichtige Personen kann eine rote Ampel z.B. bei Fett auch auf geeignete Lebensmittel hinweisen. Viele Lebensmittel sind von Natur aus sehr kalorienreich, wie Avocados, Makrelen oder Nüsse. Sie sind wegen zahlreicher wertvoller Inhaltsstoffe trotzdem sehr gesund. Daher ist für diese natürlichen Lebensmittel keine Ampel erforderlich, sie sollten von Übergewichtigen aber trotzdem nur in Maßen gegessen werden. Der Blick auf die Zutatenliste bleibt weiterhin wichtig. So können grün "geampelte" Getränke z.B. statt Zucker zahlreiche Süßstoffe (wie Cyclamat oder Aspartam) enthalten, die nicht in zu hohen Mengen verzehrt werden sollten.

Wie viel Gramm Fett sind pro Tag empfehlenswert?

Nahrungsfette sind sehr energiereich. Maximal 30% der Gesamtenergiezufuhr sollten mit Fetten gedeckt werden. Das entspricht für Frauen durchschnittlich 60 bis 80 Gramm und für Männer durchschnittlich 80 bis 100 Gramm Fett pro Tag. Übergewichtige sollten den Fettgehalt in der Nahrung senken. Enthält ein Lebensmittel mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm, bekommt das Produkt die Rote Ampel für diesen Nährstoff.

Was sind gesättigte Fettsäuren?

Fettsäuren sind Bestandteile der Fette. Man unterscheidet gesättigte Fettsäuren von einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Sahne, Fleisch, Wurstwaren, Speck und Schmalz vor. Folglich können auch daraus hergestellte Produkte wie beispielsweise Pizzen, Croissants. Plundergebäck, Kekse, Schokolade oder Müsliriegel sehr reich an gesättigten Fettsäuren sein. Auch einige pflanzliche Fette wie Kokos- und Palmkernfett enthalten hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren. Bei mehr als 5 Gramm gesättigte Fettsäuren gibt es für ein Lebensmittel die Rote Ampel.

Wie sind gesättigte Fettsäuren gesundheitlich zu bewerten?

Ein hoher Verzehr von gesättigten Fettsäuren erhöht das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und stellt einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten dar. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), dass der Anteil an gesättigten Fettsäuren maximal ein Drittel der aus Fett zugeführten Energie beträgt. Das entspricht bei Erwachsenen etwa 20 bis 30 Gramm pro Tag. Wie Sie dies in die Praxis umsetzen können, erfahren Sie hier.

Ist Alkohol in Maßen wirklich gesund? Wenn ja, wieviel?

Studien der letzten Jahre haben wiederholt gezeigt, dass ein mäßiger Alkoholgenuss im Vergleich zur völligen Alkoholabstinenz das Auftreten von Arteriosklerose und koronaren Herzerkrankungen verringert. Die Wirkmechanismen sind jedoch nicht genau geklärt. Zum einen scheint ein mäßiger Alkoholgenuss die Konzentration des günstigen HDL- Cholesterins zu erhöhen. Aber auch noch weitere Inhaltsstoffe alkoholischer Getränke wie Hopfenbitterstoffe in Bier oder sekundärer Pflanzenstoffe in Wein werden diskutiert.

Positive Wirkungen von Alkohol entfalten sich allerdings nur bei mäßigem Konsum. Denn sonst kann der hohe Energiegehalt alkoholischer Getränke zu Übergewicht führen. Außerdem ist Alkohol ein Zellgift, das in höheren Dosen zu Leberschäden führen kann, und darüber hinaus bekanntermaßen ein Suchtpotential besitzt.

Doch was bedeutet nun "in Maßen" konsumieren? Toleriert werden laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) 20 g Alkohol pro Tag für Männer, was einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein entspricht. Für Frauen gilt nur die Hälfte. Zudem warnt die DGE davor, alkoholische Getränke täglich zu trinken.

Wie viel Zucker ist tolerierbar?

Zucker gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate. Auf Lebensmittelpackungen muss spätestens bis zum Jahresende 2016 der Zuckergehalt unter den Kohlenhydraten in der Nährwerttabelle auf dem Etikett aufgelistet werden. Ungefähr 90% der Firmen deklarieren ihn bereits heute. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Kalorien in Form von zugesetztem Zucker zu essen. Doch aktuell möchte die WHO diese Menge noch einmal auf 5 % verkleinern, einige gesundheitliche Gründe sprechen dafür. Das entspricht etwa 25 bis maximal 30 Gramm Zucker pro Tag für einen Erwachsenen, für Kinder kann das je nach körperlicher Aktivität  bzw. Energiebedarf deutlich weniger sein. Ein Lebensmittel erhält die rote Ampel für Zucker, wenn es mehr als 12,5 Gramm zugesetzten Zucker pro 100 g Lebensmittel enthält.

Woran erkennt man zugesetzten Zucker?

Die wichtigste Informationsquelle ist die Zutatenliste, die auf jeder Verpackung stehen muss. Wenn Zucker oben aufgeführt ist, ist viel drin. Steht Zucker am Schluss der Liste, dann ist weniger drin. Aber Vorsicht: Zucker kann sich auch hinter anderen Bezeichnungen verstecken. Andere Namen für Zucker sind beispielsweise: Traubenzucker, Dextrose, Fruchtzucker, Fructose, Glukose, Saccharose, Glukosesirup oder Maltodextrin. Einige wenige Firmen informieren auch auf ihren Internetseiten über den Zuckergehalt der Produkte.

Wie viel Salz ist gesund?

Speisesalz setzt sich aus Natrium und Chlorid zusammen. Beide Mineralstoffe haben einerseits wichtige Funktionen im menschlichen Körper (z.B. Regulierung des Wasser-Haushaltes), andererseits kann ein zu hoher Salzkonsum bei entsprechender Veranlagung Bluthochdruck verursachen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Jugendliche und Erwachsenen eine maximale Zufuhr von 6 g Speisesalz pro Tag. Enthalten 100 Gramm eines Lebensmittels mehr als 1,5 Gramm Salz, so wird dies mit einer Roten Ampel bewertet.

FAQ – Häufige Fragen zur Nährwertkennzeichnung

Mein Müsli enthält viel Trockenobst. Bekommt es trotzdem eine rote Ampel?

Bei der Ampelkennzeichnung wird zwischen „zugesetztem" und „natürlichem" Zucker aus dem Obst unterschieden. Achten Sie darauf, was in der Zutatenliste steht. Enthält das Müsli nur getrocknetes Obst und keinen zugesetzten Zucker, dann wird es keine rote Ampel geben. Denn Trockenobst liefert viele wichtige Nährstoffe. Ihr Müsli bekommt nur eine rote Ampel, wenn mehr als 12,5g Zucker zugesetzt wurde.

Wieso finde ich nicht auf jeder Packung eine Tabelle mit Nährwerten?

Eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung gibt es europaweit immer noch nicht. Macht der Hersteller jedoch auf der Verpackung oder in der Werbung Angaben zu Nährwerten, so muss die Kennzeichnung nach einem bestimmten Schema erfolgen. Hierfür gibt es zwei Varianten, und zwar in Form der „Big Four" oder den „Big Eight".
Manche Anbieter kennzeichnen freiwillig, zum Teil mit verwirrenden Angaben und Werten. Nährwertmogelei

Was bedeuten die englischen Fachbegriffe „Big four" und „Big Eight"?

„Big four"

Bezieht sich eine Nährwertangabe auf den Brennwert (z.B. „wenig Kalorien"), Fett (z.B. „Fettarm"), Eiweiß oder Kohlenhydrate, so müssen die Gehalte dieser vier Nährstoffe (die sog. „Big Four") in Gramm pro 100 Gramm des Lebensmittels angegeben werden. Der Zuckergehalt eines Lebensmittels kann aber verschwiegen werden und sich hinter der Bezeichnung „Kohlenhydrate" verstecken

„Big Eight"

Bezieht sich die nährwertbezogene Angabe auf einem Produkt oder in der Werbung auf Zucker, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe oder Natrium so ist zusätzlich zu den Big Four der Gehalt an diesen Nährstoffen pro 100 Gramm des Lebensmittels anzugeben - insgesamt also der Gehalt an acht Nährstoffen („Big Eight").

Warum sollte ich mich nicht nach den GDA-Werten richten?

Immer mehr Hersteller verwenden als Basis für die vereinfachte Kennzeichnung der Nährwerte sogenannte GDA. Diese Bezeichnung finden Sie dann auch auf den Lebensmittelverpackungen. GDA bedeutet Guideline Daily Amount, zu deutsch: Richtwerte für die Tageszufuhr. Sie bezeichnen die täglich empfohlene Menge an Energie und Nährstoffen. Die Werte sind jedoch nicht allgemeingültig, vielmehr beziehen sie sich auf eine Frau mit einem angenommenen Energiebedarf von 2000 kcal. Auf Packungen ist angegeben, mit wieviel Prozent der jeweilige Nährstoff zu empfohlenen Tageszufuhr beiträgt. Das verwirrt mehr, als es nützt, denn für Kinder und ältere Menschen ergeben die Nährwertangaben ein falsches Bild.
Auch kritisch: Die Berechnungsgrundlagen der Industrie für den Tagesbedarf an Zucker mit 90g entsprechen nicht den offiziellen Ernährungsempfehlungen und sind viel zu hoch angesetzt, mit dem Ergebnis, dass Lebensmittel gesundgerechnet werden.

Auf welche Nährstoffe muss ich achten?

Wenn es um den Kampf gegen Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz- Kreislauferkrankungen geht, spielen Nährstoffe wie Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz eine große Rolle. Deshalb sollten Sie beim Einkaufen besonders auf den Gehalt dieser Nährstoffe in Lebensmitteln achten. Doch oft werden, wenn überhaupt, nur der Energiegehalt und der Gehalt an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten gekennzeichnet. Dazu häufig in kleingedruckten, schlecht lesbaren Tabellen. Das reicht nicht aus, wenn es um die gesundheitliche Bewertung von Lebensmitteln geht. Die Ampelkennzeichnung bringt mit rot, gelb und grün schnell Klarheit.
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Ausführliche Informationen zur Benutzung des Ampelrechners finden Sie hier.